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DigiBitS-Aktionstag: Nachhaltigkeit und Umweltschutz im Klassenzimmer digital gestalten

Im Rahmen der Global Education Week lud das DsiN-Projekt DigiBitS – Digitale Bildung trifft Schule Lehrer*innen und pädagogische Fachkräfte nach Berlin ein.
DigiBitS-Aktionstag:  Nachhaltigkeit und Umweltschutz im Klassenzimmer digital gestalten

Berlin, 26. November 2019 – In den Räumen des DsiN-Forums Digitale Aufklärung ging es am Donnerstag den 21. November um das Thema Nachhaltigkeit und Umweltschutz, und wie digitale Tools im Fachunterricht helfen können, das Themenfeld digital zu gestalten. Auf dem Aktionstag setzten sich Teilnehmenden künstlerisch, spielerisch und digital mit der Verschmutzung der Meere, Klimapolitik und der Verantwortung der Schule auseinander.

Zum Einstieg führte Willi Schwope von der Bewegung Fridays for Future die aktuelle Klimakrise und die Notwendigkeit eines allgemeinen Bewusstseinswandels vor Augen, für den Schulen eine wichtige Rolle spielen: Klimaschutz gehört in die Lehrpläne und Nachhaltigkeit muss sich auch in der Schulkultur etablieren, so die Forderung des Aktivisten.

„Was hat der Müll im Meer mit uns zu tun?“, fragte im Anschluss Franziska Groß in ihrem kurzen Impuls über das Problem des wachsenden Plastikmülls in den Ozeanen. Damit hier in Zukunft nicht mehr Plastikbestandteile als Fische herumschwimmen, zeigte die Studentin für Bildung für eine nachhaltige Entwicklung Möglichkeiten auf, wie Schulen auf diesen Misstand aufmerksam machen können. Zu diesen Möglichkeiten gehört die DigiBitS-Unterrichtseinheit „Müll im Meer: Nachhaltigkeit digital gestalten“, die das Projekt DigiBitS gemeinsam mit den Jungen Tüftlern und der Tüftel Akademie entwickelt hat. In dem folgenden Workshop mit Tobias Petruschke (Junge Tüftler) konnten die Teilnehmenden diese selbst praktisch ausprobieren und erstellten mit der edukativen Programmierumgebung Scratch und dem Mikrocontroller MaKey MaKey ein interaktives Poster über die Auswirkungen von unterschiedlichen Müllsorten in den Meeren.

Nach einem veganen Mittagsimbiss ging es weiter mit dem Online-Spiel Keep Cool mobil. Friederike Engelbrecht und Christopher Sproul von der Arbeitsgruppe Ressourcenökonomik an der Humboldt-Universität zu Berlin führten in das Klimapolitikspiel ein. Die Teilnehmenden übernahmen dann in zwei Partien die Führung globaler Metropolen: Sie entschieden über den Pfad ihrer Wirtschaft, forschten gemeinsam und sahen sich zunehmenden Klimafolgen ausgesetzt. Ständiges Abwägen zwischen Handeln im Interesse der eigenen Stadt und den global-gemeinschaftlichen Zielen war gefordert. So zeigte der Workshop einen niedrigschwelligen, spielerischen Zugang zum Thema Klimapolitik von der lokalen bis zur internationalen Ebene, der sich auch für den Schulunterricht eignet.

Zum Hintergrund
Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) ist eine unter anderem von der UNESCO geförderte internationale Bildungskampagne. Die Inhalte des Aktionstags kombinierten die BNE-Thematik „Müll/Ressourcen des Planeten“ mit dem Erwerb digitaler Kompetenzen. Lehrkräfte erhielten Anregungen, mit ihren Schüler*innen die eigene Verantwortung als Teil einer Konsumgesellschaft zu reflektieren und sich mit den biologischen, chemischen und ökologischen Prozessen der Umweltverschmutzung zum Beispiel durch Müllproduktion auseinanderzusetzen. Die Einbindung der Themen und Methoden, die im Rahmen des Aktionstags vorgestellt wurden, eignen sich für nahezu jedes Fach.

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