23.06.2015

Bundesminister des Innern vergibt Jugendpreis myDigitalWorld 2015

  • Deutschlands beste Nachwuchs-Projekte für mehr Netzsicherheit

  • DsiN, BMI und digitale Unternehmen unterstützen jugendliche Innovationen für mehr Sicherheit im Netz

  • DsiN-Sicherheitsindex 2015 zeigt Aufholbedarf bei junger Generationen

Die Gewinner des ersten bundesweiten Jugendwettbewerbs myDigitalWorld für mehr digitale Sicherheit stehen fest: Neun Projekte zur Förderung von digitalen Kompetenzen und Netzsicherheit wurden vom Bundesminister des Innern gemeinsam mit Deutschland sicher im Netz und Unterstützern aus der digitalen Wirtschaft und Gesellschaft im Rahmen des 2. DsiN-Jahreskongresses in Berlin ausgezeichnet.

„Die jungen Preisträger haben frische Ideen, um sicher und souverän mit dem Internet umzugehen. Mit großem Engagement motivieren sie Mitschüler und Freunde für Sicherheit im Netz. Das hat Vorbildcharakter und verdient unsere Auszeichnung“, erklärte der Parlamentarische Staatssekretär Dr. Ole Schröder.

Zur Teilnahme am Wettbewerb aufgerufen hatte der Verein Deutschland sicher im Netz (DsiN) Jugendliche zwischen 13 und 21 Jahren. Sie konnten technologische Entwicklungen,  soziale Projekte oder kreative Aktionen zum Thema Sicherheit im Netz einreichen. „Die Resonanz zeigt die Bereitschaft zur aktiven Befassung mit IT-Sicherheit auch im privaten und schulischen Umfeld“,  so DsiN-Geschäftsführer Dr. Michael Littger über die enorme Bandbreite an Beiträgen. „Von Cybermobbing bis Datenkontrolle: Die Einreichungen zeigen eine echte Begeisterung für neue Lösungen im Umgang mit digitalem Schutz und Vertrauen. Das wollen wir weiter fördern.“

Gewinner in den drei Kategorien
Gewinner in der Kategorie „Innovativ Entwickeln“ ist:

  • „Network Moonzean“ aus Hannover: Die Schüler Anthimos Kouroutsidis und Yannick Sack (beide 16) haben ein soziales Netzwerk entwickelt, „dem man vertrauen kann“, mit hohen Datenschutz-Standards und Verschlüsselung.

Gewinner in der Kategorie „Sozial Engagieren“ ist:

  • „Mein Smartphone - Ein Spion in meiner Hosentasche?“ aus Bingen: Die Medienscouts (15) der Realschule Plus am Scharlachberg erklären in ihrem Video-Clip, wie einfach sichere Smartphone-Nutzung funktioniert.

Gewinner in  der Kategorie „Kreativ Gestalten“ ist:

  • „Cybermobbing hinterlässt Narben“ aus Waldsassen (Bayern): Mit ihrem Filmspot setzen sich Schülerinnen (15 und 16) der Mädchenrealschule der Zisterzienserinnen in Waldsassen in Zusammenarbeit mit dem Jugendmedienzentrum T1 aus Tannenlohe ein Zeichen gegen Cybermobbing.

Der Publikumspreis wurde durch ein Online-Voting ermittelt und geht an:

  • „Zusammen was verändern“ aus Heiligenhaus: Die Projektidee dreier Schüler aus Heiligenhaus (18) kombiniert zwei bestehende Online-Partizipationsplattformen zum Jugendrat Heiligenhaus mit dem Informationsforum "Safety Click". Hier sollen Eltern in Zukunft hilfreiche Anleitungen und Tipps zum Schutz ihrer Kinder im Netz finden.

Weitere Preisträger:

Die zweiten Preise gehen an:

  • „OpenWall“ aus Oldenburg: Adrian Jagusch und Henrick Kahlen (beide 21), zwei Studenten der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg, haben ein interaktives Geschicklichkeitsspiel programmiert, das zum Nachdenken über den Einfluss von digitaler Technik auf das alltägliche Leben anregt.

  • „Zusammen was verändern“: Auch von der Jury des Wettbewerbs wurde der Sieger des Publikumspreises aus Heiligenhaus ausgezeichnet (vgl. oben).

  • „Make IT Safe“ aus Marburg: Vier Schüler (14 und 15) der Marburger Martin-Luther-Schule wurden im Rahmen des EU-Projekts „Make IT Safe“ zu Medienberatern geschult. Sie engagieren sich aktiv gegen sexuelle Ausbeutung von Kindern im Netz und machen mit ihrem Musikvideo erfolgreich auf Cybergrooming und Sexting aufmerksam.

Die dritten Preise gehen an:

  • “Stay online stay safe” aus Untergriesbach (Bayern): Die Schüler (18) des Projekt-Seminars Geschichte/Sozialkunde riefen mit dem 1. Internetsicherheitstag am Gymnasium Untergriesbach einen Aktionstag zur Förderung der Internetsicherheit ins Leben.

  • „Augen auf im Internet“ aus Würzburg: Die Schüler (16 bis 18) des Projekt-Seminars „Facebook & Co: Social Media Communication“ des Deutschhaus-Gymnasiums klärten auf eigenen Social-Media-Kanälen über die Risiken von Online-Kommunikation auf.

  •  „Netzspionage leicht gemacht“ aus Berlin: Der während eines Ferienworkshops des Metaversa e.V. entstandene Lehrfilm testet die Grenzen aus zwischen Privatsphäre‬ und ‪Öffentlichkeit‬ im Netz. Der Berliner Jonathan Lemcke (18) führt eine Straßenumfrage durch und regt zum Nachdenken an über Profil-Einstellungen in sozialen Netzwerken.‬‬‬‬‬‬‬‬‬‬‬‬‬‬‬‬‬‬ ‬‬‬‬‬‬‬‬

Alle Preisträger erhalten eine individuelle Förderung für ihre Projekte wie Programmierkurse, spannende Praktika oder Sachpreise. Der Wettbewerb wurde mit Förderung des Bundesministeriums des Innern, der Patenschaften durch die Bundesdruckerei, Deutsche Telekom, Microsoft und Google und Unternehmen der digitalen Wirtschaft ausgerichtet: Blackberry, Ericsson, Facebook, Lancom Systems, Sky und Symantec
Eine Experten-Jury bestehend aus Vertretern der unterstützenden Institutionen und Organisationen wählte die herausragendsten Beiträge aus den zahlreichen Einreichungen aus.

DsiN-Sicherheitsindex zeigt Aufholbedarf bei jungen Generationen
Die Ergebnisse 1. DsiN-Sicherheitsindex 2014 hatten offengelegt, dass die digitale Sicherheitslage gerade junger Erwachsener bis 21 Jahre verbessert werden muss. In dieser Gruppe der „Fatalisten“ ist das Wissen über  mögliche Schutzmaßnahmen oftmals gut ausgeprägt, auch das Risikobewusstsein, jedoch werden kaum Schutzmaßnahmen angewandt. Sie sind den Risiken des Netzes daher in besonderer Weise ausgesetzt.

Der Wettbewerb zeigt Engagements und Projekte mit Vorbild-Charakter auf und fördert damit die aktive Befassung Jugendlicher mit IT-Sicherheit. Der 2. DsiN-Sicherheitsindex wurde am Vormittag der Preisvergabe gemeinsam mit dem Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz vorgestellt.

Die Pressemitteilung zum DsiN-Sicherheitsindex 2015 
Download DsiN-Sicherheitsindex 2015:


Über myDigitalWorld
Der Jugendwettbewerb myDigitalWorld ist im 8. IT-Gipfels der Bundesregierung entstanden und wurde von DsiN im Verbund mit Unternehmen der IT-Wirtschaft und gemeinnützigen Organisationen umgesetzt mit Förderung des Bundesministerium des Innern für eine frühzeitige Befassung von Jugendlichen mit IT-Sicherheit.

Zu den Paten des Wettbewerbs gehören die DsiN-Mitglieder Bundesdruckerei, Deutsche Telekom, Google und Microsoft sowie die Unternehmen Blackberry, Ericsson, Facebook, Lancom Systems, Sky und Symantec als Förderer des Wettbewerbs. Zu den weiteren Unterstützern zählen der BITKOM, die Bundeszentrale für politische Bildung, der Internetverband eco sowie die FSM. www.mydigitalworld.org, www.facebook.com/mydigitalworldaward

Über Deutschland sicher im Netz
Die Initiative DsiN wurde im Rahmen des 1. Nationalen IT-Gipfels ins Leben gerufen mit dem Ziel, als Ansprechpartner für Verbraucher und Unternehmen konkrete Hilfestellungen für mehr Sicherheitsbewusstsein im Netz zu leisten. Das Bundesministerium des Innern hat 2007 die Schirmherrschaft über DsiN übernommen. In der Digitalen Agenda hat die Bundesregierung beschlossen, die Unterstützung und Zusammenarbeit mit DsiN zu verstärken. www.dsin.de

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