19.08.2015

Ein Jahr Digitale Agenda: Kräftiger Schub für digitale Sicherheit

  • Öffentliches Bewusstsein für Sicherheitsfragen gestiegen

  • DsiN-Sicherheitsindex: Bürger bleiben dennoch verunsichert im Netz

  • Digitale Aufklärung 2.0 für mehr IT-Schutz nötig

Berlin, 19. August 2015. Der Verein Deutschland sicher im Netz (DsiN) zieht eine positive Zwischenbilanz zur einjährigen Digitalen Agenda der Bundesregierung: Mit dem Fokus auf Schutz, Sicherheit und Vertrauen werde darin ein Kernthema der Digitalisierung kraftvoll adressiert. Die Agenda sei auch ein Bekenntnis zur digitalen Aufklärung, welche sich zum Erfolgsfaktor der Digitalisierung entwickeln könne mit Vorteilen für den Wirtschaftsstandort Deutschland insgesamt.

Impulse für die Aufklärungsarbeit

„Die Chancen der Digitalisierung werden sich nur im souveränen Umgang mit der vernetzten Welt entfalten. Dafür hat die Agenda eine wichtige Richtungsentscheidung getroffen, “ so DsiN-Geschäftsführer Dr. Michael Littger. Positiv bewertet der Verein die zahlreichen Initiativen, die von der Bundesregierung zur digitalen Aufklärung angestoßen wurden. Auch von der verstärkten Zusammenarbeit mit DsiN, die in der Digitalen Agenda beschlossen wurde, gingen wichtige und konkrete Impulse für die Aufklärungsarbeit aus:

  • Das DsiN-Projekt „Digitale Nachbarschaft“ schult mit konkreten Angeboten für mehr Sicherheit im Netz ehrenamtlich Engagierte zu Multiplikatoren in Vereinen.

  • Bundesweite Online-Stammtische mit Experten unterstützen Senioren im Internet.

  • Ein geplantes DsiN-Projekt vermittelt IT-Sicherheitswissen für Berufsschüler zur digitalen Sensibilisierung und Stärkung des Mittelstands.

Bürger bleiben verunsichert

Dem steigendem öffentlichen Bewusstsein für IT-Sicherheitsfragen steht eine wachsende Verunsicherung im Internet gegenüber: Laut aktuellem DsiN-Sicherheitsindex wünschen sich 58,1 Prozent der Onliner mehr Anleitungen zum sicheren Verhalten im Netz. 79,3 Prozent geben an mehr Eigenschutz in der Praxis erfordere einfachere Sicherheitseinstellungen an Geräten. Zugleich verzichten knapp drei von vier Onlinern darauf, ihre E-Mails zu verschlüsseln, nur 23,3 Prozent haben schon einmal ihre Festplatte verschlüsselt.

Um mehr Anwender zur Verschlüsselung und anderen Schutzvorkehrungen zu motivieren, verfolgt DsiN die Digitale Aufklärung 2.0. Mit der Digitalen Agenda wird dieser Prozess weiter verstärkt. Die DsiN-Aufklärungsstrategie umfasst  individualisierte Aufklärungsmaßnahmen für Bürger und Unternehmen, eine bessere Vernetzung und Bündelung bestehender Initiativen sowie den Dialog mit allen Beteiligten über die Chancen digitaler Aufklärungsarbeit.

DsiN-Sicherheitsindex 2015

Der DsiN-Sicherheitsindex wurde im Rahmen einer repräsentativen Umfrage unter 2010 Internetnutzern durch TNS Infratest im Auftrag von Deutschland sicher im Netz erstellt. Er wird jährlich erhoben, um die digitale Sicherheitslage der Verbraucher in Deutschland zu ermitteln. Die Ergebnisse sollen darüber hinaus Anknüpfungspunkte für eine effektive und wirksame Aufklärungsarbeit liefern. Download der Studie

Aktionsbund Digitale Sicherheit

Der Aktionsbund informiert herstellerunabhängig über aktuelle Angebote der digitalen Aufklärung für Verbraucher und Unternehmen, www.aktionsbund.org

Deutschland sicher im Netz e.V. (DsiN)

DsiN wurde im 1. Nationalen IT-Gipfel mit dem Ziel gegründet, als Ansprechpartner für Verbraucher und Unternehmen konkrete Hilfestellungen für mehr Sicherheitsbewusstsein im Netz zu leisten. In Zusammenarbeit mit seinen Mitgliedern und Partnern entwickelt der Verein Strategien und Maßnahmen zum sicheren Umgang mit der digitalen Welt. www.sicher-im-netz.de

Weitere Infos:
Digitale Nachbarschaft www.sicher-im-netz.de/nachbarschaft
Einfach verschlüsseln: www.sicher-im-netz.de/einfach-verschluesseln

Foto: BMI

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