Desinformation und Deepfakes: Vorsicht vor Falschmeldungen im Vorfeld der Landtagswahlen
Im Vorfeld der kommenden Landtagswahlen können Falschmeldungen und gezielte Desinformation verstärkt verbreitet werden. Besonders über soziale Netzwerke und Messenger können sich irreführende oder bewusst falsche Inhalte innerhalb kurzer Zeit verbreiten und viele Menschen erreichen.
Dabei werden solche Inhalte beispielsweise eingesetzt, um politische Meinungen zu beeinflussen, Menschen zu verunsichern oder das Vertrauen in politische und demokratische Institutionen zu schwächen. Desinformation kann dabei ganz unterschiedlich aussehen: Gefälschte Nachrichtenartikel oder Webseiten können den Eindruck erwecken, von bekannten Medien oder offiziellen Stellen zu stammen. Bilder und Videos können aus ihrem ursprünglichen Zusammenhang gerissen oder nachträglich verändert werden. Auch frei erfundene Behauptungen über Kandidaten, Parteien oder den Ablauf einer Wahl können sich über soziale Netzwerke und Chatgruppen verbreiten.
Eine zunehmend wichtige Rolle spielen sogenannte Deepfakes. Mithilfe Künstlicher Intelligenz lassen sich inzwischen täuschend echt wirkende Bilder, Videos und Audioaufnahmen erzeugen oder manipulieren. So kann beispielsweise der Eindruck entstehen, eine Politikerin oder ein Politiker habe etwas gesagt oder getan, obwohl dies tatsächlich nie geschehen ist. Auch vermeintliche Audioaufnahmen oder Videos sollten deshalb nicht allein aufgrund ihres realistischen Erscheinungsbildes als echt angesehen werden.
Problematisch ist zudem, dass Desinformation nicht ausschließlich aus vollständig erfundenen Inhalten bestehen muss. Häufig werden echte Bilder, Aussagen oder Ereignisse mit falschen Behauptungen kombiniert oder in einen anderen Zusammenhang gesetzt. Dadurch können manipulierte Beiträge besonders glaubwürdig wirken. Emotionalisierende oder empörende Inhalte erhöhen zusätzlich die Wahrscheinlichkeit, dass Beiträge ungeprüft weiterverbreitet werden.
SiBa empfiehlt:
- Quelle prüfen: Überprüfen Sie, wer einen Inhalt veröffentlicht hat und ob er auch auf offiziellen Seiten zu finden ist.
- Nicht vorschnell teilen: Leiten Sie zweifelhafte oder stark emotionalisierende Inhalte nicht ungeprüft weiter.
- Aufnahmen kritisch betrachten: Bilder, Videos und Stimmen können manipuliert oder mit KI erzeugt worden sein.
- Faktenchecks nutzen: Prüfen Sie verdächtige Behauptungen mithilfe seriöser Faktencheck-Angebote.
