Neue Sicherheitslücke betrifft Apple-Geräte – für die meisten Nutzer:innen besteht jedoch kein akutes Risiko
Sicherheitsforscher:innen haben eine neue Schwachstelle mit dem Namen „usbliter8“ veröffentlicht, die verschiedene Apple-Geräte mit den Prozessoren A12 und A13 betrifft. Dazu zählen unter anderem das iPhone XS, iPhone XR sowie die Modelle der iPhone-11-Reihe. Die Sicherheitslücke befindet sich direkt in der Hardware der Geräte und kann deshalb nicht durch ein Software-Update behoben werden.
Für die meisten Nutzer:innen gibt es jedoch Entwarnung: Die Schwachstelle kann nicht aus der Ferne über das Internet ausgenutzt werden. Angreifer:innen benötigen physischen Zugriff auf das Gerät und müssen dieses zusätzlich über spezielle Werkzeuge mit einem Computer verbinden. Das Risiko besteht daher vor allem dann, wenn ein betroffenes Gerät gestohlen wird oder Unbefugte längeren Zugriff darauf erhalten.
Durch die Schwachstelle können Sicherheitsmechanismen des Geräts teilweise umgangen und Programme mit erweiterten Berechtigungen ausgeführt werden. Die Forschenden betonen jedoch, dass die Ausnutzung technisches Fachwissen voraussetzt und kein typisches Szenario für Massenangriffe darstellt.
Für Besitzer:innen betroffener Geräte besteht daher aktuell kein Grund zur Panik. Dennoch gilt: Geräte sollten stets durch einen starken Sperrcode geschützt und nicht unbeaufsichtigt gelassen werden.
SiBa empfiehlt:
- Nutzen Sie einen starken Sperrcode und aktivieren Sie Face ID oder Touch ID.
- Lassen Sie Ihr Smartphone oder Tablet nicht unbeaufsichtigt und bewahren Sie es sicher auf.
- Aktivieren Sie die Funktion „Wo ist?“, um verlorene oder gestohlene Geräte orten und sperren zu können.
- Halten Sie das Betriebssystem weiterhin aktuell, um gegen andere Sicherheitslücken geschützt zu bleiben.
