Die Entwickler:innen der freien Bildbearbeitungssoftware GIMP haben mit der Version 3.0.6 mehrere Schwachstellen geschlossen, über die Angreifer:innen Schadcode einschleusen konnten. Die Lücken betrafen die Verarbeitung speziell präparierter Bilddateien – etwa im DDS-, PSD-, PCX- oder TGA-Format.
Zum Ausnutzen der Schwachstellen ist das bewusste Öffnen einer manipulierten Bilddatei in GIMP erforderlich. Angreifer:innen setzen daher bevorzugt Social-Engineering ein – etwa gefälschte Kunden-Mails mit ‚Bitte prüfen: Logo.psd‘, Nachrichten in Team-Chats mit angeblichen Korrekturen oder Downloadlinks zu ‚aktuellen Vorlagen‘ – um Nutzer:innen zum Öffnen zu bewegen. Durch diese Interaktion kann der eingebettete Schadcode aktiv werden und die Kontrolle über Teile des Systems erlangen. Das GIMP-Team stuft die Schwachstellen daher als kritisch ein.
Die neue Version 3.0.6 steht ab sofort für Windows, macOS und Linux zur Verfügung und sollte zeitnah installiert werden. Nutzer:innen von Linux-Distributionen erhalten das Update über die jeweiligen Paketquellen, während für andere Plattformen die Downloads direkt über gimp.org bereitstehen.
SiBa empfiehlt:
- Installieren Sie das Update auf Version 3.0.6 umgehend, um bekannte Sicherheitslücken zu schließen.
- Öffnen Sie keine verdächtigen oder unbekannten Bilddateien – insbesondere, wenn sie aus unbekannten Quellen stammen.
- Aktivieren Sie automatische Updates oder prüfen Sie regelmäßig auf neue Versionen.
- Verwenden Sie aktuelle Antivirenprogramme, die auch Bilddateien auf Schadcode überprüfen können.
Wer kann mir helfen?
BSI: Softwareupdates – ein Grundpfeiler der IT-Sicherheit
Digitalführerschein (DiFü) – Updates
GIMP – aktuelle Downloads und Version
Verbraucherzentrale NRW – deshalb sind Updates so wichtig
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Polizeiliche Kriminalprävention – Checkliste Schadprogramme
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BSI – Schutz vor Schadsoftware
BSI – Das Internet sicher nutzen (Broschüre)
Quelle der Meldung: heise.de