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Phishing ohne Link und Malware: Betrüger nutzen Telefonanrufe als Angriffspunkt

Cyberkriminelle setzen zunehmend auf Phishing-Methoden, bei denen nicht mehr ein schädlicher Link oder eine mit Schadsoftware infizierte Datei im Mittelpunkt steht. Stattdessen wird ein Telefonanruf zum eigentlichen Angriffspunkt. Bei einer aktuellen Kampagne wurden zahlreiche Phishing-Mails beobachtet, die bewusst auf klassische technische Angriffsmittel verzichten und stattdessen auf die direkte Täuschung von Betroffenen setzen.

Die Angreifer:innen versendeten Phishing-Nachrichten an Nutzer:innen in mehreren tausend Organisationen mit angeblichen finanziellen Unterstützungsangeboten. Innerhalb von zwei Wochen wurden dabei rund 24.700 verdächtige E-Mails registriert. Die Nachrichten enthielten keine schädlichen Anhänge, keine Malware und keine gefälschten Webseiten-Links. Stattdessen wurden die Empfänger:innen aufgefordert, eine Telefonnummer anzurufen.

Nach dem Anruf übernehmen die Angreifer:innen die eigentliche Täuschung. Dabei versuchen sie, durch geschickte Gesprächsführung Vertrauen aufzubauen und persönliche Informationen zu erhalten. Ziel ist es, die Betroffenen dazu zu bringen, sensible Informationen preiszugeben.

Die Besonderheit dieser Angriffsmethode: Herkömmliche Sicherheitsmechanismen wie Virenscanner oder automatische Link-Prüfungen können den Angriff nur schwer erkennen, da keine schädlichen Dateien oder Webseiten zum Einsatz kommen. Der entscheidende Faktor ist die Manipulation der betroffenen Personen durch sogenannte Social-Engineering-Techniken.

Von solchen Angriffen können insbesondere Unternehmen und deren Mitarbeitende betroffen sein, da Phishing-Mails häufig an geschäftliche E-Mail-Adressen versendet werden. Grundsätzlich können jedoch auch Privatpersonen Ziel solcher Betrugsversuche werden.

SiBa empfiehlt

  • Rufen Sie keine Telefonnummern aus unerwarteten oder verdächtigen Nachrichten an. Nutzen Sie stattdessen offizielle Kontaktmöglichkeiten des jeweiligen Anbieters.
  • Lassen Sie sich am Telefon nicht unter Druck setzen und geben Sie keine vertraulichen Informationen wie Passwörter, Zugangsdaten oder Zahlungsinformationen weiter.
  • Prüfen Sie unerwartete Angebote oder Aufforderungen kritisch – auch wenn die Nachricht professionell gestaltet wirkt.
  • Informieren Sie Kolleg:innen, Freund:innen und Familie über diese Betrugsmasche, damit verdächtige Anfragen frühzeitig erkannt werden.

 

Wer kann mir helfen?

BSI – Schutz gegen Phishing

DsiN – Benutzerkonten sichern: Phishing

Wie schütze ich mich?

BSI – Sicherheitsmaßnahmen für Verbraucher:innen

Digitalführerschein (DiFü) – Gefahrenschutz

Polizei-Beratung – Beim Phishing greifen Betrüger sensible Daten ab

Quelle der Meldung: Phishing ohne Link und Malware: Wenn ein Telefonanruf zum eigentlichen Angriff wird – Infopoint Security

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