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Sicher shoppen im Netz: Fake Shops erkennen

DsiN für Verbraucher

Kriminelle versuchen Nutzer:innen beim Online-Shopping mit Fake-Shops zu betrügen. DsiN gibt Tipps

wie Sie unseriöse Shops erkennen können.

Online-Shopping gehört nach der Nutzung von E-Mail-Diensten zu den populärsten digitalen Angeboten unter deutschen Internetnutzer:innen. Dabei steigt allerdings auch die Zahl der Betrugsfälle: So sind laut DsiN-Sicherheitsindex 2020 rund elf Prozent der Nutzer:innen bereits Opfer eines Shopping-Betrugs geworden. Die meisten dieser Betrüge erfolgen dabei über vorgetäuschte Online-Shops, sogenannte Fake-Shops. Sie dienen nur dem Zweck, arglose Käufer:innen zu betrügen. Sie sind meist kaum von echten Online-Shops zu unterscheiden und werben mit bekannten Herstellernamen sowie beliebten Produkten. Oftmals verfügen Fake-Shops über gefälschte Gütesiegel bekannter Prüfstellen. Auch bei Kleinanzeigen-Portalen können Käufer:innen Opfer von Betrug werden – z. B., wenn sie gebeten werden, das Geld bereits zu überweisen, bevor die Ware verschickt wird – die Ware wird jedoch nie versandt.
 

Q.: DsiN-Sicherheitsindex 2020

Mit diesen Tipps erkennen Sie Fake-Shops und schützen sich vor Betrug

  • Vergleichen Sie Preise: Wirbt ein Online-Shop mit unschlagbar günstigen Angeboten? Nicht blenden lassen – sondern skeptisch werden. Fake-Shops  bieten häufig vor allem besonders günstig Markenprodukte an, um Nutzer:innen anzulocken.
     
  • Auf Gütesiegel achten und Impressum prüfen: Sind vermeintliche Gütesiegel echt? Vor dem Kauf nachprüfen, ob der Online-Shop auch tatsächlich auf der Webseite des jeweiligen Siegels gelistet wird. Zudem gibt das Impressum Hinweise zur Seriösität. Auch bei auffälliger sonstiger Fehlerhaftigkeit in der Sprache ist Vorsicht geboten. Meiden Sie den Shop bei unvollständigen oder fehlerfahften Angaben.
     
  • Sicheres Zahlungsmittel wählen: Man kann nur per Vorkasse zahlen? Hier sollten Käufer aufhorchen und bei Zweifeln lieber nicht einkaufen. Seriöse Shops bieten i.d.R. verschiedenene Zahlungsmöglichkeiten an.
     
  • Erfahrungsberichte lesen: Gibt es Erfahrungsberichte zum Online-Shop im Netz? Eine kurze Suche kann schnell Klarheit schaffen, ob ein Shop echt ist oder nicht.
     
  • Vorsicht vor gefälschten Bewertungen: Informieren Sie sich über die Erfahrungen anderer Nutzer:innen, seien Sie aber dennoch achtsam. Betrüger:innen arbeiten in einigen Fällen auch mit gefälschten Bewertungen. Berücksichtigen Sie deshalb die weiteren Hinweise zusätzlich.

Was im Betrugsfall zu tun ist

Sind Sie trotz aller Vorsicht Opfer eines Betrugs geworden, sollten Sie Anzeige erstatten. Dafür gilt es, den Betrugsvorgang bestmöglich zu dokumentieren – besonders Screenshots der Webseite und des E-Mail-Verkehrs können der Polizei übermittelt werden. Auch wenn Betrüger:innen oftmals nur schwer zu fassen sind, können Strafverfolgungsbehörden nur bei einer Anzeige überhaupt aktiv werden und beispielsweise dafür sorgen, dass ein Fake-Shop abgeschaltet wird. Auch die Bank sollte über den Vorgang informiert werden. In einigen Fällen können getätigte Überweisungen rückgängig gemacht machen.

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21.03.2025

Digitale Kompetenzen und Verbraucherschutz in den Koalitionsvertrag 

Der Verein und die Geschäftsführenden Isabelle Rosière und Joachim Schulte empfehlen:

„Die Digital- und Cybersicherheitsstrategie der Bundesregierung sollte die nachhaltige Förderung zivilgesellschaftlicher Akteure wie Deutschland sicher im Netz e.V. vorsehen, bei denen gezielt und produktneutral digitale Kompetenzen vermittelt werden und somit der digitale Verbraucherschutz gestärkt wird.

Im Einzelnen empfiehlt der Verein:

Systematische Vermittlung digitaler Kompetenzen: Die gezielte Förderung digitaler Kompetenzen sollte ein fester Bestandteil der Cyber- und Sicherheitsstrategie der Bundesregierung werden.

Stärkung bewährter und vertrauenswürdiger Akteure: Projekte wie der DsiN-Digitalführerschein, der Digitale Engel und der Digital-Kompass bieten niedrigschwellige und praxisnahe Angebote zur Stärkung digitaler Sicherheit und Teilhabe. Diese Ansätze sollten gezielt gefördert und weiterentwickelt werden.

Unterstützung von Engagierten in Politik und Ehrenamt: Angebote wie Politiker:innen sicher im Netz, die Digitale Nachbarschaft, sowie digital verein(t) bieten wichtige Schulungen für den sicheren Umgang mit digitalen Werkzeugen und den Schutz vor Desinformation. Dies sind zentrale Bausteine für die gesellschaftliche Resilienz.

Cybersicherheit für Verbraucher:innen und KMU: Gerade kleine und mittlere Unternehmen sowie Verbraucher:innen benötigen gezielte Unterstützung bei der Bewältigung digitaler Herausforderungen. Unser neuer FiTNIS2-Navigator bietet hier einen wichtigen Ansatz zur Sensibilisierung und zur Einhaltung der NIS-2-Richtlinie.

Das vollständige Positionspapier kann hier heruntergeladen werden: 

DsiN-Positionspapier_Digitaler Verbraucherschutz 

Pressekontakt:

Denis Schröder (er/ihn)

Pressesprecher 
+49 (0) 30 767581-511 | presse@sicher-im-netz.de

Illustration eines Laptops mit drei Dateisymbolen für verschiedene Dateiformate: DOC, XLS und PDF. Die Symbole haben unterschiedliche Farben (blau für DOC, grün für XLS und rot für PDF)
19.03.2025

FBI warnt: Vorsicht vor betrügerischen Online-Dateikonvertern

Online-Dateikonverter sind praktische Tools, um Dateien schnell und einfach von einem Format in ein anderes zu konvertieren. Doch eine aktuelle Untersuchung des FBI warnt vor betrügerischen Anbietern, die beim konvertieren Schadsoftware in die Dateien einschleusen. Die Konvertierung erfolgt scheinbar problemlos, doch beim Herunterladen des umgewandelten Dokuments oder Bildes wird unbemerkt Schadsoftware eingeschleust. Sobald die Malware aktiviert ist, spioniert sie heimlich persönliche Informationen, Login-Daten sowie Finanz- und Bankinformationen aus. Auch Konvertierungsprogramme, die als vermeintlich harmlose Downloads und Browsererweiterungen angeboten werden, enthielten laut den Ergebnissen manchmal Trojaner.  Einige Antivirenprogramme können die Schadsoftware erkennen und Alarm schlagen. Allerdings können neuartige Bedrohungen zunächst unentdeckt bleiben.  Laut Sicherheitsforschenden von Malwarebytes sind unter anderem die folgenden Domains betroffen: 
  • imageconvertors[.]com 
  • convertitoremp3[.]it 
  • convertisseurs-pdf[.]com 
  • convertscloud[.]com 
  • convertix-api[.]xyz 
  • convertallfiles[.]com  
  • freejpgtopdfconverter[.]com 
  • primeconvertapp[.]com  
  • 9convert[.]com  
  • convertpro[.]org
SiBa empfiehlt: Seien Sie vorsichtig bei der Nutzung von Online-Dateikonvertern. Vermeiden Sie es, Programme von unbekannten oder unseriösen Anbietern herunterzuladen, insbesondere die oben genannten Domains. Nutzen Sie stattdessen bekannte und vertrauenswürdige Konverter-Tools, die von etablierten Anbietern stammen und auf deren offiziellen Websites erhältlich sind. Informieren Sie sich auch auf Ratgeberseiten und Foren, um Empfehlungen und Erfahrungen von anderen Nutzern zu lesen, bevor Sie ein Tool herunterladen.  Achten Sie darauf, dass Ihr Virenscanner stets aktuell ist, um auch neu auftretende Bedrohungen schnell zu erkennen. Falls Sie ein unsicheres Tool heruntergeladen haben, deinstallieren Sie es sofort und führen Sie eine vollständige Systemüberprüfung durch, um mögliche Schäden zu beheben. Originalartikel auf heise.de Beitrag des FBI Ergebnisse von Malwarebytes Wie schütze ich mich:   BSI: Malware Malwarebytes: Was ist Malware? Definition, Arten und Schutz von Malware.  Wer kann mir helfen:  DiFü-News: Trojaner erkennen und beseitigen DiFü-Lernzentrale: Gefahrenschutz  

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