Derzeit kursieren betrügerische E-Mails, in denen Empfänger:innen auf eine angebliche neue „Kryptomeldepflicht“ hingewiesen werden. Die Nachrichten erwecken den Eindruck, sie stammten von einer offiziellen Behörde oder staatlichen Stelle und fordern dazu auf, persönliche Daten im Zusammenhang mit Kryptowährungen offenzulegen oder zu bestätigen.
In den E-Mails wird gezielt Druck aufgebaut: Es wird mit Sanktionen, Strafzahlungen und steigenden Gebühren gedroht, falls eine angebliche Frist versäumt wird. Teilweise ist von Kontosperrungen oder rechtlichen Konsequenzen die Rede. Ziel dieser Drohkulisse ist es, Betroffene zu einer schnellen und unüberlegten Reaktion zu bewegen.
Über einen enthaltenen Link werden Empfänger:innen auf gefälschte Webseiten weitergeleitet. Dort sollen sensible Informationen wie Ausweisdaten, Steuerinformationen, Wallet-Adressen oder Zugangsdaten eingegeben werden. Ziel der Angreifer:innen ist es, Identitätsdiebstahl zu begehen oder Zugriff auf Krypto-Wallets und damit verbundene Vermögenswerte zu erhalten.
Die Absenderadressen sind häufig gefälscht oder weichen nur minimal von offiziellen Domains ab. Auch unpersönliche Anreden oder sprachliche Auffälligkeiten können Hinweise auf einen Betrugsversuch sein. Grundsätzlich gilt: Behörden fordern sensible Daten nicht unaufgefordert per E-Mail an, insbesondere nicht unter Androhung kurzfristiger Sanktionen.
SiBa empfiehlt:
- Lassen Sie sich nicht durch Drohungen zu vorschnellem Handeln drängen.
• Klicken Sie nicht auf Links in unerwarteten E-Mails, die angeblich von Behörden stammen.
• Prüfen Sie offizielle Informationen ausschließlich über die bekannten Webseiten der zuständigen Behörden.
• Geben Sie keine sensiblen Daten auf Webseiten ein, die Sie über einen E-Mail-Link erreicht haben.
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Quelle der Meldung:
Watchlist Internet – Gefälschte E-Mail zur Kryptomeldepflicht