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Corona-Warn-App: Der DsiN-News-Blog für Verbraucher:innen

Die neuentwickelte Tracing-App der Bundesregierung soll helfen, die Corona-Pandemie einzudämmen. Deutschland sicher im Netz erklärt im Live-Blog, was Verbraucher:innen wissen müssen.
Niedriges Risiko bei der Corona-Warn-App

09.09.2020 – Sie ist eines der wichtigsten Digitalthemen in den vergangenen Monate: Die Corona-Tracing-App der Bundesregierung. Die Entwicklung der Corona-Warn-App – so der offizielle Name der Anwendung - nahm mehrere Monate in Anspruch. Deutschland sicher im Netz klärt bundesweit in zahlreichen Projekt-Anlaufstellen über die sichere Nutzung der App auf.

DsiN hat die Aktualisierung dieses News-Blogs am 09. September beendet.


+++ Update 09.09.2020: Die Entwickler der Corona-Warn-App haben mit dem neuesten Update (Version 1.3.0) eine Schwachstelle der Anwendung behoben. Es ist nun möglich, im Gegensatz zu den vorherigen Versionen, den Status der Risikoermittlung alle 24 Stunden manuell zu aktualisieren. Dadurch wird nicht länger die grauunterlegte Meldung "Unbekanntes Risiko" angezeigt. Mittlerweile verzeichnet die App rund 18 Millionen Downloads. +++
 


+++ Update 06.08.2020: Rund 16,6 Millionen Downloads verzeichten die Corona Warn App aktuell. Dabei wurde die App 8,8 Millionenin Googles Play Store heruntergeladen, 7,8 Millionen mal im Apple App Store. Auf die Marktanteile berechnet installieren iPhone-Besitzer die App also häfiger als Nutzer:innen von Android-Geräten, berichtet der Stern.

Aktuell seien nur etwa die Hälfte der Corona-Testlabore digital an den Verifikationsserver der Corona-Warn-App angebunden. Das erschwert die Infektionsnachverfolgung, berichten unter anderem heise.de sowie die Zeit. Um einen Missbrauch der App zu verhindern, muss eine in der App gemeldete Infektion offiziell bestätigt werden. Das geschieht mittels einer TAN oder eines QR-Codes, die vom Testlabor ausgegeben werden.

Was genau bei einem Risiko-Kontakt zu tun ist, erklärt in einem aktuellen Beitrag die Apotheken-Umschau+++


+++ Update 03.08.2020: Wie die Tagesschau kürzlich berichtete, sollen verschiedene Corona-Apps bis zum Ende des Sommers EU-weit miteinander kommunizieren und Daten austauschen können. So könnten auch Reisende durch die Anwendungen gewarnt werden. Eine Vernetzung soll dabei nur unter Apps möglich sein, die wie die Corona-Warn-App auf eine dezentrale Speicherung setzen. +++


+++ Update 30.07.2020: Nach Bekanntwerden einiger Schwachstellen der Anwendung hat sich der Bundesdatenschutzbeauftragte Ulrich Kelber über Twitter für eine bessere Kommunikation zu Problemen mit der App seitens der Betreiber ausgesprochen. Dies sei auch für das Vertrauen in die App und ihren Erfolg wichtig.

Im Online-Vortrag für den Digital-Kompass erläuterte Ulrich Kelber vor wenigen Wochen die Funktionsweise der App und erklärte Aspekte beim Datenschutz. Wie Nutzer:innen die Funktionalität der Messung verbessern können, erfahren Sie weiter unten im Blog. +++


+++ Update 28.07.2020: Nutzer:innen der Corona-Warn-App können einsehen, ob die Anwendung zuverlässig misst. Für Android-Betriebssysteme gehen Sie dafür folgendermaßen vor: 

1) Klicken Sie auf "Einstellungen".
2) Wählen Sie "Google" und dann "Covid-19-Benachrichtigungen"
3) Wählen Sie "Überprüfung auf mögliche Begegnungen" und geben Sie ihren PIN/Fingerprint ein

Apple-Nutzer:innen gehen wie folgt vor:

1) Gehen Sie auf "Einstellungen"
2) Wählen Sie "Datenschutz" und dann "Health"
3) Gehen Sie zu "COVID-19-Kontaltprotokoll"
4) Scrollen Sie runter und wählen Sie "Kontaktüberprüfungen" und verfizieren Sie sich per PIN oder Touch ID

Nun erscheint eine Liste mit Daten und Uhrzeiten. Im Idealfall erscheinen die letzten 14 Tage hier. Wenn die Liste Lücken aufweist, hat an diesem Tag keine Kontaküberprüfung stattgefunden. Möglichweise, weil die App Fehler bei der Hintergrundaktualisierung aufgewiesen hat bzw. bei Apple-Geräten nach wie vor entsprechende Schwachstellen aufweist. Das Bundesgesundheitsministerium teilte mit, dass mit dem neuesten Update die Hintergrundaktualisierung optimiert wurde. Um die Zuverlässigkeit der Messung zu erhöhen, können Nutzer:innen die App einmal am Tag manuell öffnen. +++


+++ Update 24.07.2020: Ein Sprecher der Softwarefirma SAP räumt in der Presse Probleme mit einer früheren Version der Corona-Warn-App für viele Android-Geräte ein. Die Schwierigkeiten entstanden durch die Eigenheit mancher Android-Modelle, den automatischen Abgleich von Apps im Hintergrund zu unterbinden.

Nutzer:innen wird empfohlen, die Hintergrundaktualisierung zu prüfen und ggf. manuell auf die aktuelle App-Version updaten. Aktivieren Sie dann die Hintergrundaktualisierung. Hierzu aktivieren Sie in Ihren Einstellungen sowohl unter "Datennutzung" die Mobilfunkdaten als auch in der Liste Ihrer Apps unter "Corona-Warn" und "Datennutzung" die Hintergrunddaten. +++

Corona-Warn-App: Hintergrundaktivitäten für Android einschalten

 


+++ Update 21.07.2020: Die Corona-Warn-App hat ein neues Update erhalten und ist nun auch auf türkisch verfügbar. Zudem zeigt die Risiko-Anzeige nun nicht mehr an, ob oder an wie vielen Tagen die App aktiv gewesen ist, sondern nur ob sie es dauerhaft ist, sodass die Risiko-Ermittlung auch funktionieren kann. +++


+++ Update 16.07.2020: Heute auf den Tag genau einen Monat steht die Corona-Warn-App nun zum Download zur Verfügung. Fast pünktlich zum Jubiläum soll Ende der Woche auch die türkischsprachige Version der App an den Start gehen. Das sagte Regierungsprecher Steffen Seibert dem WDR. Bislang sind nur die Sprachen Deutsch und Englisch verfügbar. In Arbeit ist zudem eine Schnittstelle der Corona-Warn-App mit anderen Corona-Apps. So könnten z. B. Urlauber:innen auch außerhalb Deutschlands die App wirksam nutzen. +++ 


+++ Update 14.07.2020: Knapp einen Monat ist die Corona-Warn-App nun in Deutschland und auch in weiteren europäischen Ländern verfügbar. Mehr als 15,7 Millionen Mal wurde sie bereits installiert. Da die erste Version der App nach 14 Tagen Probleme mit dem  Weiterzählen hat, werden besonders Nutzer:innen erster Stunde gebeten, die App mit mindestens der Version 1.0.3. zu aktualisieren (aktuelle Version: 1.0.7.). Danach ist es möglich, dass der Tagezähler wieder von vorn beginnt. Zurückliegende Kontakte sind aber weiterhin auf dem Gerät gespeichert und nicht verloren, so ein Sprecher der SAP Deutschland.

Grundsätzlich ist es ratsam, Sicherheitsupdates auf Ihrem Gerät zu automatisieren. 

Automatische Updates für Android:

  1. Öffnen Sie die Google Play Store App.
  2. Tippen Sie auf das Dreistrich-Menü-Einstellungen.
  3. Tippen Sie auf Automatische App-Updates.

Automatische Updates für iOS:

  1. Öffnen Sie die Einstellungen auf Ihrem iPhone oder iPad.
  2. Wechseln Sie dort zum Reiter „Allgemein" und tippen Sie auf „Hintergrundaktualisierung".
  3. Aktivieren Sie die „Hintergrundaktualisierung", indem Sie den Regler nach rechts schieben. Es erscheinen nun alle installierten Apps, die das Feature unterstützen. Hier können Sie festlegen, welche Programme sich im Hintergrund automatisch aktualisieren sollen.
  4. Tipp: Die ständige Internetverbindung, die für die Hintergrundaktualisierung benötigt wird, kann die Akkulaufzeit beeinflussen. +++
     

+++ Update 07.07.2020: Das RKI hat über Twitter mitgeteilt. dass die Corona-Warn-App nun in allen EU-Staaten, Großbritanien, der Schweiz und Norwegen zum Download verfügbar ist. Hier finden Sie weitere Informationen zur Corona-Warn-App im Ausland. +++


 


+++ Update 03.07.2020: Ab sofort ist ein iOS-Update für die Corona-Warn-App verfügbar. Das Update für Android-Nutzer erschien bereits am 20. Juni. Haben Sie automatische Updates auf Ihrem Smartphone deaktiviert, dann veranlassen Sie die Aktualisierung so bald wie möglich manuell. Die Corona-Warn-App sollte immer auf dem aktuellsten Stand auf Ihrem Smartphone laufen. +++


+++ Update 02.07.2020: Im ersten Erklärvideo von "Digitaler Engel TV", dem neuen YouTube-Format für Ältere, dreht sich alles um die Corona-Warn-App der Bundesregierung: +++

Die Corona-Warn-App für Senior*innen erklärt: So funktioniert die App.

 


+++ Update 30.06.2020: Die Zahl der Downloads der Corona-Warn-App ist am Montag auf 14 Millionen gestiegen. Das entspricht 17 Prozent der Bevölkerung. Die Bundesregierung ist Medienberichten zufolge zudem derzeit mit Apple und Google im Gespräch, um die App auch für ältere Smartphones kompartibel zu machen. +++


+++ Update 29.06.2020: Das Bundesministerium für Gesungheit weist via Twitter darauf hin, dass es Betrüger:innen versuchen mit falschen Apps Schadsoftware zu verbreiten. Die Corona-Warn-App deshalb nur über die offiziellen Links im App Store und Google Play Store herunterladen. +++


+++ Update 29.06.2020: Die Corona-Warn-App zeigt bei Apple-Geräten vereinzelt Fehlermeldungen an. Es wird eine Meldung eingeblendet, laut der die Anwendung regional möglicherweise nicht unterstützt werde. Laut Entwicklerteam liegt das Problem bei Apple. Die Funktionsfähigkeit der App soll trotz Fehlermeldung nicht eingeschränkt sein. +++


+++ Update 26.06.2020: Bisher konnte die Corona-Warn-App aus dem App- oder Play Store ausschließlich von Konten aus Deutschland heruntergeladen werden. Nun wird die App schrittweise auch in weiteren europäischen Ländern zur Verfügung gestellt. Die Corona-Warn-App ist nun auch in Österreich, Belgien, Bulgarien, Tschechien, Dänemark, Frankreich, Luxemburg, den Niederlanden, Polen und Rumänien nutzbar, teilte das Robert-Koch-Institut per Twitter mit.  Die App ist bereits mehr als 13 Millionen mal heruntergeladen worden. +++


+++ Update 23.06.2020: Nach einer Woche wurde die Corona-Warn-App bereits fast 12 Millionen mal heruntergeladen. Fast 15 Prozent der Menschen in Deutschland haben die App damit bereits installiert. +++


+++ Uptdate 22.06.2020: Neue Studie zeigt: Mehr als ein Viertel der Befragten hat Zweifel am Nutzen der Corona-Warn-App. +++


+++ Uptdate 19.06.2020: Staatsministerin für Digitalisierung, Dorothee Bär, Staatsministerin für Digitalisierung, verteidigt Corona-Warn-App gegen Kritik. +++


+++ Uptdate 17.06.2020: Die Corona-Warn-App verzeichnet bereits über eine Million Downloads im Google Play Store. Ähnlich hoch dürfte die Zahl der Download im App Store sein. +++


+++ Update 16.06.2020: Die Corona-Warn-App kann direkt im App Store und Google Play Store heruntergeladen werden oder über die offizielle Seite der Bundesregierung. Wichtiger Hinweis: Die Anwendung benötigt mindestens die iOS-Version 13.5, bei Android-Geräten die Version 6.0. +++


+++ Update 16.06.2020: Dr. Michael Littger von DsiN zum Start der Corona-Warn-App: „Wichtige Verhaltensregeln fehlen komplett.“ Der Geschäftsführer von Deutschland sicher im Netz weist darauf hin, dass so kurz vor dem Startschuss noch immer die wichtigsten Fragen der Verbraucher*innen nicht geklärt sind. Und obwohl der Bundesdatenschutzbeauftragte eindringlich davor warnte, den Zugang zu Geschäften oder gar der eigenen Arbeitsstelle von der Nutzung der Corona-Warn-App abhängig zu machen, steht diese Befürchtung dennoch für viele Menschen im Raum. „Bei unseren Anlaufstellen bei Deutschland sicher im Netz geht es erst jetzt richtig los mit den Verbraucherfragen“, sagt Littger. Wir haben unsere Teams in den vergangenen Wochen auf diese Fragen vorbereitet. Denn wir sind überzeugt, dass die Akzeptanz der Corona-Warn-App mehr persönliche Gespräche und Begleitstrukturen erfordert.“ +++


+++ Update 15.06.2020: Bundesdatenschutzbeauftragter Ulrich Kelber warnt: "Die Aufforderung zur Nutzung der App durch Arbeitgeber, Geschäfte oder ähnliches würde schon nach bestehender Gesetzeslage datenschutzrechtlich nur in Ausnahmefällen Stand halten." +++


+++ Update 15.06.2020: Corona-Warn-App startet am morgigen Dienstag. Mehreren Medien zufolge soll der Download schon am Montagabend möglich sein. Download und Nutzung sind freiwillig. +++

 


Die Corona-Warn-App der Bundesregierung
 

Wie die Corona-Warn-App funktioniert

Konkret liegt der Corona-Warn-App in Deutschland die Contact-Tracing-Methode zu Grunde. Unter dem Einsatz der Nahfunktechnik Bluetooth Low Energy-Technologie, einer energiesparenden Variante von Bluetooth, werden pseudonymisierte ID-Codes ausgetauscht, die bei einer nachweislich infizierten Person potenzielle Kontaktpersonen ermitteln. So kann über ein mögliches Infektionsrisiko informiert werden.


Die App speichert hierfür zunächst sogenannte Kurzzeit-Identifikationsnummern der Geräte, die sich für eine bestimmte Zeit in ihrer Nähe aufgehalten haben. Einmal täglich ruft die Anwendung dann die Identifikationsnummern kürzlich positiv getesteter Personen ab und vergleicht sie mit jenen, die gespeichert wurden. Im Falle einer Übereinstimmung erfolgt eine Benachrichtigung bzw. Warnung. Um maximale Transparenz zu schaffen, haben die Entwickler den Programmcode vor Kurzem vollständig veröffentlicht.


Zu betonen ist, dass die angewandte Bluetooth-Technologie kein Diagnose-Werkzeug ist. Ziel der Warn-App ist es, dazu beizutragen, das eigene Risiko besser einzuschätzen und ggf. Vorsichts- und Schutzmaßnahmen zu treffen, um Infektionsketten besser durchbrechen zu können.

Hinweis: Für die Klärung von Begriffen und Fachtermini rund um die Corona-Warn-App stellt die Bundesregierung ein Glossar (Link zur PDF) zur Verfügung.

Vorteile der Corona-Warn-App

Nutzer*innen der App haben den Vorteil, dass sie einfacher und besser über ein mögliches Infektionsrisiko informiert werden können. Bis dato müssen Infizierte eine manuell erstellte Liste ihrer Kontaktpersonen an die Gesundheitsbehörden geben. Die Benachrichtigung der angegeben Personen dauert dann deutlich länger. Zudem werden Kontakte mit Unbekannten, z. B. während einer Zugfahrt oder beim längeren Aufenthalt in Geschäften, außer Acht gelassen.


Geplant ist dazu, über die Corona-Warn-App auch ein mögliches Testergebnis anonymisiert digital abrufen zu können. Die Inbetriebnahme ist insgesamt sehr nutzerfreundlich: Ein gängiger Download über den App Store bzw. Google Play Store und die Aktivierung der Bluetooth-Funktion genügen, um die App zu verwenden. Die Corona-Warn-App funktioniert somit auf nahezu jedem Smartphone. Dafür haben Apple und Google die entsprechen Schnittstellen über Updates zur Verfügung gestellt und die Voraussetzungen für die Funktionalität geschaffen.

Die Nutzung der Corona-Warn-App ist freiwillig. Der potenzielle Erfolg der App wurde deshalb von Experten zunächst in Frage gestellt. Sie gingen davon aus, dass mindestens 60 Prozent der Deutschen, also 50 Mio. Personen, die App nutzen müssten, um die Pandemie einzudämmen. Inzwischen wurden diese Aussagen durch neue Studien relativiert. Auch eine geringere Zahl an Nutzer*innen kann demnach schon einen positiven Effekt erzielen.

 




Sicherheit der Corona-Warn-App

Zu den meistdiskutierten Themen in Verbindung mit der App gehören der Datenschutz sowie Datensicherheit. Die Entwickler der Corona-Warn-App versichern, dass die App mit dem europäischen Datenschutzrecht in Einklang steht. Die Daten, die beim Tracing dezentral auf dem Handy gespeichert werden, werden nach zwei Wochen wieder gelöscht. Bewegungsdaten werden nicht erhoben. Die dezentrale Speicherung sorgt zudem für höhere Datensicherheit. Diese werden dabei nur auf den jeweiligen Geräten und nicht auf zentralen Servern abgelegt. Seinen Status auf „infiziert“ stellen, kann jemand in der App nur mit einem entsprechenden Code von den Gesundheitsbehörden. So wird einem Missbrauch entgegengewirkt.

Zusammenfassend lässt sich festhalten, dass zahlreiche Vorkehrungen wie die Anonymisierung und Auslassung von Bewegungsverfolgung sowie die relativ kurze Aufbewahrungszeit datenschutzrechtlich positiv zu bewerten sind. Ebenso zu befürworten ist die Entscheidung, die Daten dezentral abzulegen, da so keine Instanz über eine Datenhoheit verfügt. Eine Zurückverfolgung auf Identitäten, wie Kritiker befürchteten, soll mit der Tracing-Methode nicht möglich sein. Zu begrüßen ist auch, dass ein positiver Infektionsstatus nicht willkürlich in die App eingetragen werden kann, sondern eine Verifizierung durch die Behörden notwendig ist.

Vorsicht: Das Risiko für Fake-Apps steigt mit Einführung der Corona-Warn-App voraussichtlich an. Kriminelle könnten versuchen, über Imitate an Nutzerdaten zu gelangen. Verbraucher*innen sollten die Anwendung vor dem Download deshalb unbedingt auf Herausgeber und Nutzerinformationen prüfen.

Schwächen der App

Neben den Vorteilen, die die Corona-Warn-App bietet, birgt sie auch einige Schwächen. So führt der grundsätzlich positiv zu bewertende Verzicht auf Bewegungsdaten und Zeitdaten dazu, dass Betroffene nicht nachvollziehen können, wann der Kontakt stattgefunden haben soll. Bluetooth kann keinen Unterschied bei der Qualität des Kontakts machen oder Faktoren wie das Tragen eines Mundschutzes berücksichtigen. Ein potenzieller Fehlalarm ist deshalb nicht auszuschließen.

Auch kann eine durch die App ausgesendete Warnung dazu führen, dass Menschen bestimmte Orte meiden, obwohl es vielleicht gar nicht nötig ist. Aus technischer Perspektive ist zu bedenken, dass bei einer Datenübertragung über Bluetooth eine Schnittstelle geöffnet wird. Diese könnten sich Hacker zu Nutze machen und z. B. Malware an aktive, sichtbare Geräte senden. Smartphone-Nutzer*innen, die die App nutzen, könnten außerdem einen höheren Akkuverbrauch verzeichnen.

Mit Vorsicht ist die Nutzung der App als mögliche Zugangsvoraussetzung, z. B. für öffentliche Einrichtungen, zu bewerten. Dadurch wäre das Prinzip der Freiwilligkeit faktisch gefährdet.  Viele Verbraucher*innen fragen sich außerdem, was sie im Falle einer Benachrichtigung tun sollen. Wie gehe ich als Verbraucher mit einer Warnmeldung um? Gibt es eine offizielle Verfügung oder eine Anordnung durch die Behörden? Kann und soll kontrolliert werden, ob die Empfänger der Quarantäne-Hinweise sich an die Empfehlungen halten?

Wichtig ist abschließend zu betonen, dass die App nicht die persönliche Achtsamkeit im Umgang mit dem Virus im Alltag ersetzt. Sie ist eine sinnvolle digitale Ergänzung in dieser außergewöhnlichen Situation, schützt aber nicht vor Covid-19.

 

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