Für Verbraucher
Für Unternehmen
Fr, 06.01.2023 - 10:00

SiBa-News

Polizei warnt: Gefälschte Rechnungen von D.D.N. Hosting im Umlauf

Zu Beginn des Jahres werden in der Regel Jahresrechnungen fällig. Betrüger nutzen diese Zeit gerne aus und versenden vermehrt gefälschte Rechnungen, beispielsweise für die Registrierung der Domain für die eigene Website. Das Landeskriminalamt Niedersachsen warnt zurzeit genau davor. Im Namen eines "D.D.N. Doman & Web Hosting Service" versenden die Kriminellen zurzeit massenhaft E-Mails mit PDF-Anhängen, die aussehen, als wären sie Rechnungen für die Registrierung irgendeiner Domain. Laut dieser Rechnung solle man 291,45 Euro auf ein Konto in Estland überweisen.

Dass es sich um eine Fälschung handelt, zeigt sich darin, dass kein Empfänger auf der Rechnung ausgewiesen ist. Die persönliche Anrede fehlt genauso wie die Anschrift. Außerdem ist unklar, für welche Domain, für welche Website überhaupt gezahlt werden soll. Schließlich gibt es zahlreiche Rechtschreibfehler, sowohl in der Rechnung als auch in der E-Mail selbst. 

SiBa rät: Solche E-Mails sind kein Einzelfall. Nicht immer sind sie so offensichtlich eine Fälschung. Zahlreiche Betrüger bringen wesentlich mehr kriminelle Energie auf, um E-Mails und Rechnungen täuschend echt aussehen zu lassen. Sie erkennen sie häufig an der fehlerhaften E-Mail-Adresse, von der sie versandt wurde. Haben Sie z.B. eine Domain bzw. eine Website bei Strato registriert, sollten Sie auch von einer E-Mail-Adresse eine Rechnung erhalten, die die Endung @strato.de enthält. Sie sind trotzdem unsicher? Dann loggen Sie sich im Kundenportal Ihres Hosters, zum Beispiel bei Strato, ein. Gibt es eine offene Rechnung, wird diese dort angezeigt. Gleiches gilt für Sendungsmitteilungen von DHL oder für E-Mails von Ihrer Bank. Diese enthalten meist Links. Klicken Sie nicht darauf. Prüfen Sie immer erst den Absender. Auch hier gilt: Der sichere Weg ist der eigenständige Login ins Online-Banking oder in das Kundenportal von DHL. 

Sollten Sie Opfer von Internetbetrug geworden sein und haben Sie Geld bereits überwiesen, informieren Sie Ihre Bank. Diese kann den Transfer möglicherweise noch rückgängig machen. Außerdem sollten Sie Anzeige bei Ihrer nächste Polizeidienststelle erstatten und die Verbraucherzentrale in Ihrem Bundesland informieren. Letztere kann dann gezielt Warnungen ausgeben. 

Wer kann mir helfen?

Weitere Sicherheitshinweise

Sicherheitslücke bei GTA V könnte Schadsoftware ermöglichen
Beim populären Computerspiel Grand Theft Auto V wurde eine Schwachstelle bekannt, die es Angreifern ermöglicht, Spieldaten aus der Ferne zu manipulieren. Dies kann im schlimmsten Fall dazu führen, das Spielerkonten geblockt oder gelöscht werden. Darüber hinaus besteht der Verdacht, dass die Sicherheitslücke genutzt werden kann, um Schadsoftware auf betreffenden Zielgeräten auszuführen. Der... Mehr...
Polizei warnt 1&1-Kund:innen vor Betrug per E-Mail
Das Landeskriminalamt Niedersachsen warnt in seiner gestern veröffentlichten Pressemitteilung Kund:innen von 1... Mehr...
Bafin warnt von Handy-Trojaner "Godfather"
Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (Bafin) hat eine Warnung vor der Schadsoftware "Godfather" veröffentlicht, die weltweit ihr Unwesen treibt. Auch Nutzer:innen in Deutschland sind betroffen. Bei der Schadsoftware handelt es sich um einen Trojaner, welcher sich in Smartphones einnistet, Eingaben bei Banking-Apps aufzeichnet und an Betrüger übermittelt. Außerdem greift "Godfather... Mehr...
Deutschland sicher im Netz
Jetzt engagieren und Menschen aufklären
Jetzt bei DsiN mitmachen