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Fr, 14.04.2023 - 10:45

SiBa-News

Veraltete Version von Windows 10: Bald keine Sicherheitsupdates mehr

Das US-Unternehmen Microsoft stellt seine Unterstützung für das Betriebssystem Windows 10 in der Version 21H2 ab dem 13. Juni 2023 ein. Das bedeutet, dass ab dann die besagte Version nicht mehr mit Sicherheitsupdates versorgt wird. Neue Sicherheitslücken und Schwachstellen werden dann nicht mehr geschlossen. Kriminelle könnten dann die Situation ausnutzen. Windows wird so zum Einfallstor für den Raub von persönlichen Daten mittels Schadsoftware oder für die Verschlüsselung von sensibilen Unterlagen mittels sogenannter Ransomware. Auch der Absturz von Systemen und Netzwerken ist möglich.  

Darüber hinaus werden ab  Juni für die genannte Version auch keine neuen Funktionsupdates mehr zur Verfügung gestellt. Programmfehler, sogenannte "Bugs", werden dann auch nicht mehr beseitigt. 

Insbesondere Unternehmen, aber auch Privatpersonen sollten bis Juni umgehend handeln und prüfen, welche Version von Windows 10 installiert ist. Klicken Sie dazu in den Windows-Einstellungen auf den Bereich "System" und dann auf "Info". Bei den "Windows-Spezifikationen" finden Sie dann die Windows-Version. Die Windows-Einstellungen rufen Sie auf, indem Sie auf den Start-Button klicken und dann das Zahnradsymbol auswählen. Handelt es sich tatsächlich um die Version 21H2, sollte ein Update auf die neuste Version erfolgen. Die neusten Updates finden Sie ebenfalls in den Windows-Einstellungen, im Bereich "Updates und Sicherheit". Sofern die Hardware mitspielt, können Sie alternativ auch gleich Windows 11 installieren. Denn auch für die neuste Version von Windows 10 wird der Support im Herbst 2025 auslaufen.

Sie haben "automatische Updates" aktiviert? Auch dann sollen SIe so vorgehen, wie beschrieben. Denn Updates auf neuste Versionen werden bei Windows nicht immer automatisch ausgeführt, insbesondere dann nicht, wenn Microsoft diese als "optional" einstuft. Dazu gehört beispielsweise auch das Update auf Windows 11. 

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