Für Verbraucher
Für Unternehmen
Di, 19.03.2019 - 08:15

Siba-News

Phishing: Versandbestätigung für angebliche Porno-DVD-Bestellung

Phishing-Nachrichten haben in der Regel zwei Ziele: Die Empfänger sollen persönliche Daten preisgeben – beispielsweise über verlinkte, gefälschte Formulare im Netz – und/oder die Geräte der Empfänger sollen mit Schadsoftware infiziert werden, indem mitgesandte Anhänge oder Links geöffnet werden.

 

Damit möglichst viele Empfänger Anhänge oder Links öffnen, nutzen die Angreifer hinter den Phishing-Versuchen einen psychologischen Trick: Sie versuchen die Empfänger zu verunsichern, damit diese infolgedessen unvorsichtig werden und unüberlegt handeln. So versuchen viele Phishing-Mails beispielsweise mithilfe von Drohungen (rechtliche Konsequenzen, Einschaltung eines Inkasso-Büros, Deaktivierung von Konten) eine ängstliche Reaktion zu provozieren.

 

Andere missbrauchen verstärkt das Schamgefühl der Empfänger: Die Polizei Niedersachsen warnt derzeit vor Phishing-Nachrichten, die wie eine Versandbestätigung einer Porno-DVD-Bestellung aussehen. Versehen mit der persönlichen Anschrift des Empfängers, soll die E-Mail Verwunderung und Unsicherheit auslösen. Weitere Informationen zur Bestellung könne der Empfänger über einen Link erfahren – dieser lädt jedoch Schadsoftware herunter.

 

SiBa rät zu großer Vorsicht, wenn Sie unerwartete E-Mails bekommen – prüfen Sie sorgfältig, ob es sich um eine Fälschung handeln könnte und kontaktieren Sie im Zweifelsfall den angeblichen Absender über eine offizielle Telefonnummer um sich zu vergewissern. Öffnen Sie bei verdächtigen Nachrichten keinesfalls Anhänge oder Links und lassen Sie sich nicht verunsichern.

 

Schützen Sie darüber hinaus Ihren Rechner vor Schadsoftware: Halten Sie Software und Betriebssystem auf dem aktuellen Stand, nutzen Sie einen aktuellen Virenscanner und legen Sie regelmäßige Datensicherungen an, mit deren Hilfe Sie im Fall der Fälle Daten wiederherstellen können.

Wer kann mir helfen?

Weitere Sicherheitshinweise

Sicherheitslücken bei verschiedenen VPN-Clients
Mithilfe eines sogenannten VPN-Tunnels (Virtuelles Privates Netzwerk) kann man eine verschlüsselte Verbindung so aufbauen, als ob sich das Gerät sich im gleichen Netzwerk wie die Gegenstelle befände. Dies wird beispielsweise von Unternehmen genutzt, damit Mitarbeiter von außerhalb auf das firmeninterne Netzwerk zugreifen können. Darüber hinaus werden VPN-Verbindungen gerne genutzt, um die... Mehr...
Alexa: Sprachaufnahmen werden abgehört und ausgewertet
Amazons Assistent Alexa lässt sich mithilfe von Sprachbefehlen steuern. So kann man das Gerät beispielsweise nach dem Wetter fragen, Informationen im Internet suchen, Musik abspielen und vieles mehr. Ausgelöst werden entsprechende Befehle mit dem Schlüsselwort „Alexa“ - nur wenn dieser Begriff fällt, soll der Assistent aktiv werden. Dies ist aber nur möglich, wenn das Mikrofon von Alexa... Mehr...
Gefälschte Mahnungen verbreiten Schadsoftware
Spam-E-Mails mit gefälschten Mahnungen sind schon lange eine beliebte Methode bei Betrügern, um Schadsoftware zu verbreiten. Der Trick: Empfänger erhalten eine angebliche Mahnung, wundern sich, woher diese stammt und öffnen – so die Hoffnung der Absender – die mit Schadsoftware infizierte Rechnung im Anhang. Dabei sind die E-Mails oft überzeugend gestaltet: In einwandfreiem Deutsch verfasst,... Mehr...
Deutschland sicher im Netz
Jetzt engagieren und Menschen aufklären
Jetzt bei DsiN mitmachen