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Vom Enkeltrick zum Tech Support Scam

23.10.2018 – Immer häufiger kommt es zu Betrugsfällen, bei denen sich Betrüger als Supportmitarbeiter von Technologiekonzernen ausgeben. Besonders die jüngere Generation der unter 40-jährigen wird überdurchschnittlich oft Opfer dieser Betrugspraxis.
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Microsoft

Bei sogenannten Tech Support Scams geben sich Betrüger in Telefonanrufen oder Mails, durch Pop-up-Fenster oder Website-Weiterleitungen als Supportmitarbeiter von Technologiekonzernen, wie Microsoft, aus, um das Vertrauen der Betroffenen zu gewinnen. Unter dem Vorwand vermeintlicher Computerprobleme, Cyberrisiken oder notwendiger Updates versuchen sie, sensible Daten wie Kreditkarteninformationen und Passwörter von den Opfern zu erfahren oder im schlimmsten Fall direkt eine Geldüberweisung zu veranlassen.

Microsoft Studie zu Betrugsfällen um vorgetäuschte Support-Mitarbeiter
Eine aktuelle Microsoft-Studie zeigt jetzt das Ausmaß der betrügerischen Masche und auch, dass gerade die jüngere Generation der unter 40-jährigen überdurchschnittlich oft Opfer dieser Betrugspraxis wird. Insgesamt wurden 52% der deutschen Internetnutzer im vergangenen Jahr Opfer eines (versuchten) Tech Support Scams. Die Methoden der Betrüger sind dabei so vielfältig wie unser digitaler Alltag. Bei 34% der Betroffenen wurde der Erstkontakt über Pop-up-Fenster und -Werbung hergestellt, bei 26% per Umleitung zu einer betrügerischen Website. Bei rund 24% wurde der Betrug mittels Spam-Mails eingeleitet und 16% wurden telefonisch kontaktiert.

Wie schütze ich mich?
Jeden Monat erhält Microsoft international rund 11.000 Beschwerden von Kunden, die von entsprechenden Betrugsversuchen berichten. Betroffene sollten in solchen Fällen:

  • Telefongespräche dieser Art so schnell wie möglich beenden bzw. auflegen.
  • Nicht auf unerwünschte und verdächtige Pop-up Fenster klicken und keinesfalls eine darin möglicherweise angezeigte Telefonnummer anrufen. Ein Neustart behebt das Problem störender Pop-Up-Fenster meistens.
  • Niemals einem Dritten Kontrolle über ihren Computer geben. Es sei denn es ist sichergestellt, dass dieser ein berechtigter Vertreter eines Computer Support Teams ist, mit dem bereits eine Kundenbeziehung besteht.
  • Auf keinen Fall Fremdsoftware erwerben und/oder auf dem eigenen Endgerät installieren.
  • Bitte den Scam unter microsoft.com/reportascam  melden, damit er nachverfolgt werden kann.
  • Den Betrugsversuch bei der örtlichen Polizei anzeigen.
     



Das Netz für alle sicher zu gestalten – ein Ziel der Digital Crimes Unit
Bereits vor über zehn Jahren hat Microsoft mit der Digital Crimes Unit (DCU) eine eigene Abteilung geschaffen, in der ein internationales und interdisziplinäres Team aus Rechtsanwälten, Informatikern, Ermittlern, Analysten und Wirtschaftsexperten aus 30 Ländern daran arbeitet, verschiedene Formen von Cyberkriminalität zu bekämpfen. Auch die beschriebenen Scams gehören dazu. Im Team setzen wir dabei auf einen datenbasierten Ansatz, unterstützt durch künstliche Intelligenz und maschinelles Lernen, um Betrugsnetzwerke aufzudecken und zur Anzeige zu bringen. So wollen wir Cyberkriminalität eindämmen und das Netz zu einem sichereren Ort für alle machen.

Microsoft informiert hier ausführlich über das Vorgehen der Betrüger und vor allem wie man sich dagegen schützen kann. Auch der IT-Fitness-Test enthält Informationen darüber, wie man sich schützen kann.


Autoren:

  • Joachim Rosenoegger, Ermittler in der Digital Crimes Unit bei DsiN-Mitglied Microsoft
  • Alexandra Gerst, Anwältin in der Digital Crimes Unit bei DsiN-Mitglied Microsoft
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