Für Verbraucher
Für Unternehmen
Fr, 08.04.2022 - 10:00

SiBa-News

Betrüger verbreiten bei WhatsApp gefälschte Gewinnspiele im Namen von Milka

Schokolade ist jetzt, kurz vor Ostern, sehr beliebt. Viele Süßigkeiten-Hersteller werben zurzeit für ihre Angebote im Netz oder locken Kund:innen mit Rabatten oder Gewinnspielen. Genau das nutzen leider auch viele Kriminelle aus. Sie geben sich besonders gerne vor Feiertagen als beliebte und bekannte Marken aus und vebreiten massenhaft gefälschte Gewinnspiele per E-Mail oder Messenger. Zu gewinnen gibt es in der Regel nichts, letztlich haben sie es auf Geld oder auf persönliche Daten abgesehen.

Dieses Jahr haben die Betrüger vor allem die Marke Milka ins Visier genommen. Sie verbreiten zurzeit vor allem beim Messengerdienst WhatsApp einen Link mit dem Titel "Kostenloser Oster-Geschenkkorb von Milka". Klickt man auf diesen Link, landet man auf eine gefälschte Webseite, die vorgibt, von Milka zu stammen, Logo und Design sehen täuchend echt aus. Tatsächlich hat Milka mit der Seite nichts zu tun. Das erkannt man leicht an der Adresszeile wp20.ru im Browser. Eigentlich müsste da milka.de stehen. Auf der Webseite kann man vier Quiz-Fragen beantworten, am Ende locken Gratis-Süßigkeiten im Präsentkorb. Nach der Beantwortung der Fragen wird man aufgeforert, den Link zum Gewinnspiel an alle Kontakte bei WhatsApp weiterzuleiten. Ist das erledigt, bekommt man Werbung für eine angeblich kostenfreie App angezeigt, in der Regel eine "Säuberungs-App", die das Smartphone schneller machen soll. Klickt man diese Werbung an, lädt man sich Schadsoftware herunter, mit der die Kriminellen auf persönliche Daten im Handy oder im Tablet zugreifen können.

SiBa rät, solche Kettenbriefe bei WhatsApp zu löschen. Leiten Sie die Nachricht auf keinen Fall weiter. Wenn Sie misstrauisch, wenn Sie jemand auffordert, genau das zu tun. Klicken Sie nicht ungeprüft auf Links zu Gewinnspielen, vor allem nicht wenn sie diese bei WhatsApp erhalten. Haben Sie versehentlich doch auf den Link geklickt, prüfen Sie ob die Link-Adresse zum Anbieter passt. Installieren Sie ein Antivirenprogramm, auf für Ihre Smartphone oder Tablet, um vor Angriffen mit Schadsoftware geschützt zu sein. Sprechen Sie auch mit Ihren Kindern über Kettenbriefe und ähnliche Phänomene und klären Sie sie über die Gefahren auf. Darüber hinaus sollten befreundete Absender solcher Nachrichten ebenfalls aufgeklärt werden, dass Sie Opfer eines Betrugs geworden sind. Stammt der Kettenbrief von Unbekannten, könnenSie auch die Blockieren-Funktion bei WhatsApp nutzen und so die Kriminellen darin hindern, weitere Nachrichten zu senden. Das ist besonders dann angebracht, wenn Sie von dem Absender gleich mehrere Nachrichten bekommen.

Weitere Sicherheitshinweise

Wachsam bleiben: Urlaubssaison ist auch Betrugssaison!
Der Urlaub ist geplant und die Freude kann beginnen. Doch Vorsicht: Die Urlaubssaison ist auch für Cyberkriminelle eine beliebte Zeit, um zuzuschlagen. Sie erstellen beispielsweise bösartige Domains, die sich als bekannte Reisemarken ausgeben, um Benutzerdaten zu stehlen. Laut Check Point Research (CPR) befinden sich unter 25.668 neu registrierten Domains im Bereich Urlaub und Ferien 33... Mehr...
Patchday: Schadcode über WLAN einfangen?
Zum aktuellen Patchday (Softwareaktualisierungstag) im Juni hat Microsoft eine Sicherheitsanfälligkeit im Wi-Fi-Treiber von Windows behoben, mit deren Hilfe es Angreifern theoretisch möglich war, Schadcode auf betroffenen Systemen auszuführen, indem sie speziell gestaltete Netzwerkpakete über WLAN an das Zielsystem senden. Für den Angriff musste der Hacker lediglich in der Reichweite des WLANs... Mehr...
Vorsicht vor inoffiziellen Windows-Sicherheitsupdates: Betrügerische E-Mails im Umlauf
Derzeit sind betrügerische E-Mails im Umlauf, die ein vermeintlich kostenloses Windows-Sicherheitsupdate anbieten. Diese E-Mails warnen vor Cyberangriffen und suggerieren, dass der Schutz Ihres PCs nur durch das angebotene „inoffizielle Windows-Sicherheitsupdate 2024“ gewährleistet werden kann. Dabei wird versucht, die Empfänger:innen durch Angstszenarien zur Installation des Updates zu bewegen... Mehr...
Deutschland sicher im Netz
Jetzt engagieren und Menschen aufklären
Jetzt bei DsiN mitmachen