Für Verbraucher
Für Unternehmen
Fr, 18.11.2022 - 13:45

SiBa-News

Black Week & Black Friday: So schützen Sie sich vor Betrug beim Online-Shopping

Am 25. November ist Black Friday, am Montag darauf Cyber Monday. Nicht nur an den beiden Tagen, bereits jetzt, am Wochenende und die kommende Woche locken Händler:innen im Rahmen der "Black Week" ihre Kund:innen mit umfangreiche Rabatten in ihre Geschäfte und auf ihre Online-Shopping-Websites. Tatsächlich macht der Handel einen großen Teil seines Jahresumsatzes an diesen Tagen, auch weil viele Verbraucher:innen die Chance nutzen, ihre Weihnachtsgeschenke einzukaufen. Mit dabei: Betrüger:innen, die den „Run“ auf die Sonderangebote für ihre Betrügereien schamlos ausnutzen. Hier eine Übersicht über ihre Maschen:

Fake Shops:
Ein großes Problem sind beispielsweise Fake Shops im Netz. In diesen bieten Kriminelle scheinbar Waren für sehr günstige Preise an. Nach dem Bestellvorgang liefern sie aber nicht. Das Geld zahlen sie auch nicht zurück. Die Anzahl dieser gefälschten Shops steigt im Internet zurzeit rasant an. 13 % der Befragten im DsiN-Sicherheitsindex wurden in den vergangenen 12 Monaten beim Einkaufen Opfer von Internetbetrüger:innen, im Jahr zuvor waren es 11 %.

Phishing-E-Mails:
Ein weiterer Trick sind Phishing-E-Mails, in denen Betrüger sich als vertrauswürdige Online-Shops ausgeben. Mit gezielten psychologischen Tricks wird in den E-Mails versucht, Empfänger:innen zum Klicken auf einen Link zu motivieren. Eingesetzt werden beispielsweise Countdowns, die einen angeblich baldigen Ablauf des Angebots suggerieren. Oder es wird behauptet, man habe bei  Gutscheine oder Rabatte, gar Preise gewonnen. Klickt man die Links, gelangt man auf die Webseite der Kriminellen. Nach der Eingabe von Lieferanschrift, Kreditkartennummer oder E-Mail-Adresse landen diese und weitere persönliche Daten direkt bei den Kriminellen. Diese werden von den Hackern in Datenbanken eingepflegt, in kriminellen Foren verkauft oder für weitere Betrügereien missbraucht, so beispielsweise für den Kredikartenbetrug oder für den Identitätsdiebstahl, bei dem die Kriminellen mit fremden personenbezogen Daten beispielsweise gefälschte Accounts bei Online-Shops oder gar gefälschte Konten bei Banken erstellen.

So können Sie sich schützen:
SiBa rät generell, aber besonders jetzt, vorsichtig zu sein. Prüfen Sie, ob der vermeintliche Online-Shop, bei dem Sie einen Artikel kaufen wollen, tatsächlich existiert: Sind die Angebote auch in der Black Week noch viel zu günstig, fehlt das Impressum oder die Datenschutzerklärung und gibt es negative Erfahrungsberichte im Netz, handelt es sich höchstwahrscheinlich um einen Fake-Shop. Sie sollten auch skeptisch werden, wenn zwar behauptet wird, man könne auf Rechnung zahlen, im Bezahlvorgang dann aber tatsächlich nur Vorkasse angeboten wird. Nutzen Sie, wenn möglich, Online-Shops, die tatsächlich eine Bezahlung auf Rechnung, per Nachnahme sowie die Rücknahme von Waren und eine Geld-Zurück-Garantie anbieten. SiBa rät auch dazu, auf Gütesiegel zu achten, die den Shop als vertrauenswürdig einstufen.

Fallen Sie nicht auf Phishing-E-Mails herein. Sie erkennen Phishing-Versuche an der fehlenden persönlichen Anrede, an kryptischen und langen E-Mail-Adressen beim Absender und an einer auffällig hohen Anzahl von Rechtschreib- und Grammatikfehlern.

Sollten Sie von Betrug betroffen sein, informieren Sie die Polizei und erstatten Sie Anzeige.

Nehmen Sie sich generell Zeit beim Online-Shopping, kaufen Sie nicht in Eile ein. Lassen Sie nicht von den Angeboten unter Druck setzen. Recherchieren Sie im Netz bei Anbietern von Preisvergleichen, ob das Angebot tatsächlich günstig ist oder ob es dauerhaft und woanders seit Wochen zum gleichen Preis angeboten wird.

Deutschland sicher im Netz bietet Ratgeber für Ihre Sicherheit beim Online-Shopping und Bezahlen an. Schauen Sie dazu in die Links.

Weitere Sicherheitshinweise

Nach Störung bei Microsoft: Polizei warnt vor Fake-Anrufen
Die Polizeiliche Kriminalprävention der Länder und des Bundes (ProPK) warnt auf ihrer Website zurzeit vor Kriminellen, die sich am Telefon als Microsoft-Mitarbeiter ausgeben und nach Zugriffen auf private Rechner fragen. Solche Fälle sind nicht neu, haben diese Woche aber zugenommen, da am Mittwoch Microsoft-Dienste wie OneDrive oder Teams aufgrund einer Störung kurzfristig nicht erreichbar waren... Mehr...
Sicherheitslücke bei GTA V könnte Schadsoftware ermöglichen
Beim populären Computerspiel Grand Theft Auto V wurde eine Schwachstelle bekannt, die es Angreifern ermöglicht, Spieldaten aus der Ferne zu manipulieren. Dies kann im schlimmsten Fall dazu führen, das Spielerkonten geblockt oder gelöscht werden. Darüber hinaus besteht der Verdacht, dass die Sicherheitslücke genutzt werden kann, um Schadsoftware auf betreffenden Zielgeräten auszuführen. Der... Mehr...
Polizei warnt 1&1-Kund:innen vor Betrug per E-Mail
Das Landeskriminalamt Niedersachsen warnt in seiner gestern veröffentlichten Pressemitteilung Kund:innen von 1... Mehr...
Deutschland sicher im Netz
Jetzt engagieren und Menschen aufklären
Jetzt bei DsiN mitmachen