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Enisa-Bericht: Neues Meldesystem für Zwischenfälle

03.03.2016 - Das neue EU-weite Meldungssystem steigert die Sicherheit des europäischen Telekommunikationssektors.
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Foto: ENISA

Das neue Meldungssystem nach Artikel 13a der Richtlinie 2009/140/EG  stellt als Teil des EU-Telekommunikationspakets eine gewisse Einheitlichkeit in Sachen Sicherheit von Telekommunikationsdiensten heraus.

Es zielt darauf ab, die Stabiltät der europäischen TK-Netzwerke und -dienstleistungen zu gewährleisten. Bisher hatten sich die Sicherheitsmaßnahmen für den Telekommunikationssektor in den EU-Mitgliedsstaaten stark voneinander unterschieden.Das System trägt nun dazu bei, die Stabilität und verfügbaren Services der TK-Struktur in der gesamten EU zu verbessern.

Zentrale Ergebnisse des Berichts

Seit vier Jahren sammelt die EU Erfahrungen mit Zwischenfallmeldungen, während die Anzahl der Zwischenfälle jährlich um 25 bis 30 % steigt. Eine konsolidierte Wirkungsuntersuchung der European Union Agency for Network and Information Security (ENISA) hat die Leistungsfähigkeit des Meldesystems über den gesamten Zeitraum hinweg untersucht und folgende zentrale Ergebnisse zutage gebracht:

  • Alle Mitgliedsstaaten haben Sicherheitsmaßnahmen und Zwischenfallmeldungssysteme für Festnetz- und mobile Telefonie sowie Festnetz und mobiles Internet eingeführt. Einige gehen aber noch weiter und decken zahlreiche zusätzliche Dienste ab, etwa Rundfunknetzwerke (Fernsehen, Radio) oder sogar länderspezifische Top-Level-Domains (ccTLDs), öffentliches WLAN sowie Internetknoten (IXPs).

  • Die Vereinheitlichung der von den verschiedenen Mitgliedsstaaten eingeführten Regelungen ist derzeit zufriedenstellend, obwohl es noch einige Lücken gibt. Es besteht Raum für weitere Verbesserungen in den Bereichen Netzwerke und Dienstleistungen.

  • Systemfehler (66 %, zum Beispiel Softwarefehler oder Hardware-Ausfälle) sowie menschliches Versagen (20 %, zum Beispiel Kabelbrüche) sind die Hauptursachen für Störungen in Telekommunikationsinfrastrukturen der EU.

  • Seit dem vergangenen Jahr gab es mehr Fehler von Drittparteien, die ebenfalls eine wichtige Ursache für Störungen bleiben (in 16 % aller Fälle im Jahr 2014 gegenüber 11 % in 2013). In diesem Bereich sind dementsprechend Verbesserungen notwendig, etwa bei der Sicherheit von Lieferketten.

Den ganzen ENISA-Bericht finden Sie zum Download hier: bit.ly/1QVtj3X

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