Für Verbraucher
Für Unternehmen
Mo, 26.04.2021 - 11:30

SiBa-News

WhatsApp Pink: Schadsoftware verbreitet sich mit neuer Betrugsmasche

Wie bereits am Freitag berichtet, wird der Messenger WhatsApp zurzeit von Kriminellen missbraucht, um Nutzer:innen mit vermeintlichen Gewinnspiel-Benachrichtigungen dazu zu verleiten, auf Links zu klicken, wodurch eine schadhafte App heruntergeladen wird, die persönliche Daten abgreift.

Das Sicherheitsunternehmen ESET weist nun darauf hin, dass das nicht die einzige Betrugsmasche der Kriminellen ist: Ebenfalls über WhatsApp werden aktuell Benachrichtigungen über ein angebliches WhatsApp-Update versandt, das den Messenger pink einfärben soll. Auch hier soll wieder auf einen Link geklickt werden. Durch das Anklicken auf den Link wird tatsächlich eine pinke Kopie des Messengers WhatsApp installiert, welche der Originalversion täuschend ähnlich aussieht. Gewährt man dieser Kopie die Berechtigung, auf Kontakte im Adressbuch oder auf persönliche Daten zuzugreifen , so werden diese Kontakte missbraucht, um die Schadsoftware an Familienmitglieder, Freunde und Bekannte weiterzuschicken, im Hintergrund und ohne das Zutun der Nutzer:innen. Gewährt man der pinken Version von WhatsApp auch den Zugriff auf weirere Messenger, wie z. B. Skype, Telegram, Viber oder Signal, so werden auch die darin gespeicherten Kontakte missbraucht, um die Nachricht über die vermeintliche neue pinke WhatsApp-Version zu verbreiten.

In einigen Fällen, so chip.de, verschlüsseln die Kriminellen den Zugriff auf Daten und fordern dann ein Lösegeld für die Freischaltung.

Betroffen sind Smartphones mit dem Betriebssystem Android.

SiBa rät dazu, nicht auf Links in Messenge-Nachrichten zu klicken, die angeblich zu Updates führen. WhatsApp und weitere Messenger informieren über Updates nicht in Nachrichten, sondern in den offiziellen Stores, bei Android-Smartphones im Google Play Store. Generell sollten Sie nicht auf Links klicken, die dubiose Versprechungen über vermeintliche Gewinne machen. Erhalten Sie eine solche Nachricht von Familienmitgliedern, Freunden oder Bekannten, informieren Sie diese über den möglichen Befall des Smartphones mit Schadsoftware.

Sind Sie betroffen, rät SiBa dazu, das Smartphone in den Flugmodus zu setzen, um eine weitere Verbreitung von schadhaften Nachrichten zu unterbinden. Die pinke WhatsApp-Version sollte dann deinstalliert werden. Mögliche gewährte Berechtigungen sollten in den Einstellungen geprüft und wieder zurückgesetzt werden.

Weitere Sicherheitshinweise

Update-Mittwoch: Microsoft, Apple, Adobe und Google schließen Sicherheitslücken
SiBa informiert Sie nun schon seit vielen Jahren tagesaktuell über IT-Sicherheitsrisiken und vermittelt Ihnen praktische Tipps für Ihren Selbstschutz. Zu den wichtigsten Ratschlägen für mehr IT-Sicherheit gehört das Installieren von Sicherheitsupdates. Sie schließen Sicherheitslücken in Softwareanwendungen und Betriebssystemen, sodass kriminelle Hacker über diese keine persönlichen oder... Mehr...
Sicherheitslücken bei Wordpress - Jetzt updaten
Sicherheitsforscher haben bei Wordpress insgesamt drei Sicherheitslücken entdeckt. Über diese können Passwörter abgefangen und geraubt werden. Dadurch kann die Website gehackt, Inhalte gelöscht oder verändert werden. Betroffen sind Millionen Inhaber von Websites, die Wordpress nutzen. Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik stuft das Risiko als mittel ein. Hierbei handelt es... Mehr...
Sicherheitslücken im System der Azure-Cloud von Microsoft
Das IT-Sicherheitsunternehmen Palo Alto Network mit Sitz in Kalifonien (USA) hat diese Woche eine Schwachstelle im System der Azure-Cloud von Microsoft entdeckt. Die Sicherheitslücke ermöglicht Kriminellen den Zugriff auf Kundendaten. Microsoft hat bereits reagiert. Das US-Unternehmen hat die Schwachstelle geschlossen und einige der Azure-Cloud-Kunden gewarnt. Das Sicherheitsteam von Microsoft... Mehr...
Deutschland sicher im Netz
Jetzt engagieren und Menschen aufklären
Jetzt bei DsiN mitmachen